Suchen:    
  Aktuell Veranstaltungen Referenten Künstler culturelife Artikel Partner Presse Service      
  Vortrag: Frühe Störungen aus psychoanalytischer Sicht  
 
13. Konf. Human. Medizin 2002

Referenten:
AnShin Thomas, Claude
Baker-Roshi, Richard
Beaumont, Hunter, Ph.D.
Dahlke, Rüdiger, Dr. med.
Gaskin, Ina May
Janus, Ludwig
Ostertag, Silvia
Rohde-Dachser, Christa
Scanzoni, Mignon von
Schore, Allan
Secunda, Brant
Windey, Michael Anthony

Vorträge:
Coming and Going
Nirgendwohin zu gehen und nichts
   zu tun

Wenn die Toten zu reden anfangen
Feldenkrais Lektionen
Anfang und Ende
Humanized Childbirth
Ankunft im Mutterleib und Ankommen
   in der Welt

Initiatisches Gebärdenspiel
Frühe Störungen aus
   psychoanalytischer Sicht

Wandlungsphasen
Bindung, Rechtshirn und
   Lebensbewältigung

Kommen und Gehen
Die Ewigkeit ist hier

Künstler:
Klaus Doldinger & Passport
Comin‘ and Goin‘
Doktor Stratmann
Johannes Enders
Klassisches Konzert
Robert Trsek

Artikel:
Kommen und Gehen
Gesamtübersicht:
Künstlerübersicht
Referentenübersicht
Veranstaltungsübersicht

  Christa Rohde-Dachser  


Frühe Störungen aus psychoanalytischer Sicht:
Aus der Sicht der Psychoanalyse sind "frühe Störungen"die Folge einer schweren Beeinträchtigung der Mutter-Kind-Beziehung,die beim Kind bereits sehr früh zu einer spezifischen Verzerrung der Ich-Entwicklung führt. Entscheidend ist dann, ob anders geartete Beziehungen, in erster Linie die zum Vater, diese pathologische Entwicklung korrigieren können oder sie im Gegenteil weiter verstärken. Im letzteren Fall muss das Kind sehr oft zu Überlebensstrategien greifen, die später als narzisstische oder Borderline-Persönlichkeitsstörung in Erscheinung treten. Auch hysterische und antisoziale Persönlichkeitsstörungen können vor diesem Hintergrund verstanden werden. In dem Vortrag soll diese Entwicklung in ihren unterschiedlichen Manifestationen nachgezeichnet werden. Dabei wird auch eine Abgrenzung von traumatischen Störungen im engeren Sinne versucht. Ebenso werden Formen des psychotherapeutischen Umgangs mit derart früh gestörten Patienten erörtert. Im Zentrum steht dabei der Umgang mit den szenischen Inszenierungen des Patienten und der damit verbundenen Gegenübertragung.